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Galvano-T und die Kernfusion |
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Geschrieben von: Michael Busch
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Dienstag, den 01. September 2009 um 20:23 Uhr |
Galvano-T und die Fusionsforschung
Frankreich:
Tore Supra - der sich auf dem Gelände der CEA (Commissariat à l'Énergie Atomique ) in der Provence ( Caderache) befindet, schaffte durch seine supraleitenden Spulen viele Grundlagen für ITER ( welcher direkt in der Nachbarschaft des Tore Supra gebaut wird ) und den Wendelstein W7X welche auch mit supraleitenden Spulen ausgerüstet sind oder werden. Mit 30 m3 Plasmavolumen auch einer der grösseren Reaktoren. Für Tore Supra erstellte Galvano-T NBI Gitter und Quellenwände für 2 Experimente. ( u.a. für MANTIS )
Grossbritannien:
JET - Joint European Torus - der Grösste der weltweit forschenden Fusionreaktor. In Betrieb seit 1983. Mit einem Plasmavolumen von 100 m3 und einer Gesamtheizleistung von 38 MW ( 23 MW Neutral Beam Injektion (NBI) aus 16 Quellen und 15 MW Elektronen-Zyklotron-Resonanz-Heizung (ECRH) ) ist JET eine Maschine, die 1997 unter Deuterium/ Tritium Bedingungen eine Fusionsleistung von 16 MW erzeugen konnte. Wenn auch die eingesetzte Heizleistung größer ( P in/ P out = 0,7) war, zeigte dies Perspektiven für den geplanten Reaktor ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor ). Gerade durch seine lange Betriebszeit und dem Einsatz des realen Brennstoffs D/T , ist JET im Hinblick auf ITER sehr wichtig, da er viel über das Langzeitverhalten von Materialien in solch einem Reaktor zeigt. Für JET hat Galvano-T seit der Firmengründung zahlreiche Bauteile hergestellt. Dies waren vor allem weit über 200 Gitterhälften für dessen NBI Heizung mit 16 Injektoren, einige Neutralizer (NBI), diverse HE 11 Hohlleiter für die ECRH Heizung, einige Diagnostik Antennen und Teile für den Pellet Injektor. Für eine Betriebszeit von 15 Jahren ausgelegt, müssen derzeit einige Bauteile nach über 20 Jahren Betrieb ausgetauscht werden.
MAST - Mega-Ampere Spherical Tokamak - er dient der Erforschung der Möglichkeiten eines spährischen Tokamaks und soll durch seine Experimente dem besseren theoretischen Verständnis des Tokamak Reaktors im Hinblick auf ITER dienen.
Galvano-T durfte auch für MAST die Gitter für seine NBI Heizung fertigen.
Indien:
- Steady State Superconducting Tokamak (SST1) im Institute for Plasma Research (IPR) in der Stadt Bhat ( Gandhinagar Destrikt )
Für diesen hat Galvano-T NBI Gittersätze nach dem IPP Garching Design gefertigt. ( Als Unterlieferant für die PVA Tepla AG welche die kompletten P.I.N.I.'s fertigte)
Deutschland:
ASDEX upgrade (Axially Symmetric Divertor EXperiment) - Im Max Planck Institut für Plasmaphysik in Garching bei München befindet sich der derzeit größte Tokamak in Deutschland. Mit einem Plasmavolumen von 14 m3 deutlich kleiner als JET, hat er jedoch mit 27 MW ( davon alleine 20 MW von der NBI mit ihren 8 Quellen ) eine äusserst beachtliche Heizleistung. Galvano-T fertigte für Asdex die Gitterbestückung seiner 8 Quellen, des weiteren Teile für viele weitere Experimente der NBI ( BATMAN, MANITU, RADI und hoffentlich bald ELISE ), aktiv gekühlte Faradayschirme für HF Quellen ( die aktuelle favorisierte Ionen Quelle für ITER ), Hohlleiter und HF Spiegel für die ECRH Heizung.
TEXTOR - (Tokamak Experiment for Technology Oriented Research) - Im Forschungszentrum Jülich ( der ehemaligen KFA ) befindet sich der Tokamak Textor, welcher seit 1982 im Dienst ist. Mit seinem Plasmavolumen von 7 m3 und seiner Heizleistung kleiner als z.B. ASDEX upgrade, werden hier verschiedene Experimente zur Erforschung des Plasma's und der Wechselwirkungen Plasma / Torus Wand ( first Wall ) durchgeführt. Für TEXTOR wurden durch die GT die Gitter seiner NBI ( welche 1987 baugleich mit denen des IPP waren und damals auch gemeinsam von IPP und FZJ (KFA) entwickelt wurden ( IPP NI + KFA ZBB ) hergestellt, andere Herstellungsarten von Gittern erprobt und später diverse Bauteile des Duct's und der Quellen repariert .
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 WENDELSTEIN W7X - Als Nachfolger des Wendelstein 7 AS in Garching befindet sich in Greifswald an der Ostsee zwischen Rügen und Usedom der Stellerator W7X im Bau. Greifswald ist eine Aussenstelle des IPP Garching. Mit einem Plasmavolumen von ca. 30 m 3 und einer geplanten Heizleistung vom über 20 MW ( ca 10 MW von 10 Gyrotrons ( 140 GHz ) der ECRH Heizung und bei 4 Quellen ca. 10 MW für die NBI Heizung ). Für W7X fertigten wir die Gitter für die NBI ( baugleich zu den ASDEX upgrade Gittern ), die Verkupferung der Strahlrohre und die HF Spiegel für die ECRH Heizung. ( Diese wurden in Zusammenarbeit des IPP Garching mit dem IPF Stuttgart und dem Forschungszentrum Karlsruhe geplant, konstruiert und gefertigt - ca. 150 Spiegel, von denen der Typ M3 eine Kühlfläche von ca. 1 m3 hat ). Des weiteren wurden für die inneren Kernstrukturen viele Edelstahlrohre verkupfert.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. September 2009 um 22:05 Uhr |